
Tod, Trauer und Verlust sind im Kinderwunschkontext häufig präsent – und bleiben dennoch oft unsichtbar oder schwer ansprechbar. Fehlgeburten, Totgeburten, wiederholte Verlusterfahrungen im Rahmen reproduktionsmedizinischer Behandlungen oder biografische Erfahrungen mit Schwangerschaftsabbrüchen können für Betroffene tiefgreifende emotionale Belastungen darstellen.
Fachpersonen, die Menschen im Kontext von Kinderwunsch, Schwangerschaft und Familienplanung begleiten, begegnen daher immer wieder Situationen, in denen klassische Lösungsansätze nicht greifen und existenzielle Themen in den Vordergrund treten.
Die Fortbildung beleuchtet Trauer- und Verlusterfahrungen aus psychosozialer Perspektive und richtet den Blick auf die professionelle Rolle der Begleitenden. Im Mittelpunkt stehen insbesondere folgende Fragen:
Die Fortbildung vermittelt grundlegende Einordnungen, fördert die Reflexion der eigenen professionellen Haltung und stärkt die sprachliche und emotionale Handlungssicherheit im Umgang mit existenziellen Themen.
Im Zentrum steht nicht die therapeutische Bearbeitung individueller Fälle, sondern die professionelle Begleitung von Menschen, die mit Verlust, Ambivalenz und offenen Fragen konfrontiert sind.
Diese Veranstaltung ist als Basismodul mit vier Unterrichtseinheiten konzipiert. Sie bietet eine erste fachliche Einordnung des Themenfeldes sowie Raum für Reflexion der eigenen beraterischen Praxis. Bei entsprechendem Interesse und Nachfrage kann darauf aufbauend eine Vertiefungsfortbildung angeboten werden, in der einzelne Aspekte des Themas weiterführend behandelt werden.
Teilnehmervoraussetzungen: Die Fortbildung richtet sich an Fachpersonen, die im Kontext von Kinderwunsch, Schwangerschaft und Familienplanung tätig sind, z. B.:
Ziel der Fortbildungsveranstaltung: Ziel der Fortbildung ist es, Fachpersonen im Umgang mit Tod, Trauer und Verlusterfahrungen im Kinderwunschkontext zu sensibilisieren und ihre professionelle Handlungssicherheit in entsprechenden Beratungssituationen zu stärken.
Die Teilnehmenden entwickeln ein vertieftes Verständnis für die unterschiedlichen Ausdrucksformen von Trauer und Verlust im Zusammenhang mit unerfülltem Kinderwunsch, Fehlgeburt, Totgeburt sowie Schwangerschaftsabbruch. Gleichzeitig wird die Fähigkeit gefördert, mit Ambivalenzen, Sprachlosigkeit und emotional belastenden Situationen professionell umzugehen.
Die Fortbildung unterstützt Fachpersonen darin, Betroffene respektvoll, reflektiert und ohne vorschnelle Deutungen zu begleiten.
Dozentin: Narcisa Koch
Ich habe soziale Arbeit und Sozialpädagogik studiert, arbeitet seit 16 Jahren im psychosozialen Bereich mit dem Schwerpunktthema: Trauer, Abschied und emotionale Übergänge im Leben. Ich bin ist systemische Beraterin sowie systemische Familientherapeutin (DGSF) in eigener Praxis.
Datum: 21.05.2026
Zeit: 17:00 bis 20:15 Uhr (inkl. 15 Minuten Pause)
Kosten: 80,00 EUR für BKiD Mitglieder; 86,00 EUR für Personen, die nicht BKiD Mitglied sind
Veranstaltungsort: Online
Die Fortbildung findet online über Zoom statt. Die Teilnehmer*innen müssen eine stabile Internetverbindung sowie einen Raum, in dem sie ungestört sind, sicherstellen. Sie erhalten im Anschluss die Einwahldaten.
Teilnehmeranzahl: mindestens 6 Teilnehmer; maximal 12 Teilnehmer
Anmeldung: Bitte nutzen Sie dieses Formular für Ihre Anmeldung. Bitte melden Sie sich verbindlich bis spätestens bis zum 14.05.2026 an.